Finale in München – ein echter Höhepunkt ...
Wo anfangen mit dem Bericht? Finalwürdig war eigentlich alles an diesem Freitagabend in der bayrischen Landeshauptstadt. Es ging schon mit der Location los, dem Expedia.de-Stadion: ein zentraler Barbereich mit kurzen Wegen zu den Courts, eine weitläufige VIP-Außenterrasse – die zumindest vor dem Einsetzen der großen Sintflut ein beliebter Aufenthaltsort war – und schließlich ein hervorragendes Catering, das von einem überaus aufmerksamen Service kredenzt wurde. Der Rahmen war perfekt – die Spiele konnten beginnen.
Auch beim Münchner Finale ging es zunächst mit dem Aufwärmprogramm los. Einige Strategen hatten sich anscheinend extra Urlaub genommen, denn die ersten Teilnehmer spielten sich schon ab 16.45 Uhr(!) warm, als die Markierungsfarbe auf den Courts also quasi noch frisch war ... später als erwartet ging es hingegen mit den offiziellen Spielen los, da auf die Kölner „Gutschein-Blogger“ gewartet wurde, die nach langer Anreise im Stau standen, und erst gegen 21 Uhr ihre Rackets auspacken konnten.
Doch dann konnte es endlich losgehen: 24 Mannschaften stark war das Teilnehmerfeld, das sich aufmachte, den Titelträger „Gewinner des 3. QUISMA AffiliateCups“, und damit den Besitzer von zwei Expedia.de-Reisegutscheinen, jeweils in Höhe von 750 EUR, zu ermitteln. Wer war angetreten? Zum einen natürlich die Qualifizierten der Vorrundenturniere, die den (teilweise doch sehr weiten) Weg in die Arena nicht scheuten. Außerdem einige in der Vorrunde knapp gescheiterte Teams, die, wie einige absolute Neulinge auch, von der Regelung profitierten, dass bei der Finalrunde jedes Team, das wollte, noch einmal antreten durfte.
Die Auslosung wurde mit entsprechender Aufmerksamkeit verfolgt und sorgte, in Analogie zur aktuellen Fußball-EM, auch gleich für die unterschiedlichsten Reaktionen: während mancher sich schon auf den vermeintlichen „Durchmarsch“ freute, kam es in der im Nachhinein so betitelten „Monstergruppe“ früh zum Kräftemessen auf sehr ausgeglichenem hohen Niveau! Und in der Tat: nach zwei Stunden gab es lediglich in einer Gruppe klare Verhältnisse, was den Ersten und den Zweiten, und somit die Qualifizierten für das Viertelfinale anging. Bei den anderen Gruppen musste genau gezählt werden: es entschied die Anzahl der gewonnenen Spiele bzw. bei Gleichstand der direkte Vergleich. Eine Gruppe trieb es hierbei auf die Spitze: gleiche Anzahl von Siegen, gleiche Anzahl von gewonnenen und verlorenen Spielen und eine Dreierkonstellation, in der jeder gegen jeden einmal gewonnen und einmal verloren hatte ... nach kurzer Ratlosigkeit des Kampfgerichtes wurde schließlich eine erneute kleine Qualifikationsrunde gespielt, bei der sich letztlich das Team „Super Gump“ durchsetzen konnte. Hitchcock ließ grüßen ...
Die Freude währte jedoch nur kurz, denn die „Super Gumps“ mussten kräftemäßig hohen Tribut zahlen, und schieden ein Spiel später ebenso aus, wie die „Grand Slams“, die „Mit ohne Haare“ und die „Red Bulls“, die sich allesamt zur kurzen Spontananalyse an der bequemen Bar einfanden, von der aus man die nun folgenden Halbfinalpartien entspannt beobachten konnte. Hier standen sich gegenüber: auf der einen Seite Team „Gratis Butler“ gegen das „Creative Team“, auf der anderen Seite die „TD Stars“ gegen „Off the Map“. Zu diesem Zeitpunkt war längst klar, dass nur noch Kleinigkeiten, wie die bessere Tagesform, das Recht des ersten Aufschlags oder das bisherige Kaltgetränk-Volumen über Sieg oder Niederlage entscheiden würden. Etwas im Vorteil waren das „Creative Team“ und „Off the Map“ – jeweils mit einem klaren 3:1 zogen sie kompromisslos in das endgültige Finale des Cups ein.
Bevor es zum letzten Spiel dieser Saison kommen sollte, traten die „TD Stars“ gegen die „Gratis Butler“ an, um sich zumindest einen Platz auf dem Treppchen zu sichern. Und wer gedacht hatte, bei dieser Partie vor dem Finale nerventechnisch noch einmal durchatmen zu können, sah sich derbe getäuscht. Mit sämtlichen Tricks und allerlei Kniffen wurde die gelbe Kugel über das Netz bewegt, und das schien ihr so gut zu gefallen, dass sie gar nicht ins Aus gehen wollte. Mit hauchdünnem Vorsprung wiesen die „Gratis Butler“die „TD Stars“ dann doch noch mit 3:2 in die Schranken: Hut ab vor dieser Leistung, die vor allem auch die zahlreichen Zuschauer erfreute.
Für fast alle gab es nun fünf Minuten zum Verschnaufen und Getränke ordern, lediglich vier Personen „hatten zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig“ und konzentrierten sich auf die letzte große Aufgabe – das Finale. Vielleicht war die Zeitspanne zwischen Halbfinale und Endspiel zu groß für das Team „Off the Map“. Vielleicht kühlte die Muskulatur zu sehr ab, vielleicht wurde das Bier zu schnell serviert. Woran es lag, lässt sich nicht mehr rekonstruieren, jedoch setzte es zum Schluss noch einmal eine sehr deutliche 3:0-Niederlage, die dem „Creative Team“ zum wohlverdienten Gesamt-Turniersieg verhalf.
Betrübt war jedoch keiner, und so gab es im Anschluss eine ausgelassene Siegerehrung, bei der sich die Gewinner über bereits erwähnte Reisegutscheine freuen durften, während die Zweit- und Drittplatzierten wertvolle Uhren von s.Oliver und Shopping-Gutscheine von Koffer Direkt mit nach Hause nahmen.
„Nach Hause“ traf jedoch nur bei einigen auf die nächste Station zu, nachdem man im Anschluss an die Siegerehrung noch einige Momente bei Getränken und Gesprächen verweilte. Andere zog es noch weiter, und so konnte später am Abend (bzw. früher am Morgen) ein erneutes Wiedersehen in einem angesagten Münchner Club begossen werden.
Ein spannender Cup, viele interessante Gäste, tolle Locations und ein grandioses Finale – der AffiliateCup 2008 hat erneut viel Spaß gemacht. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Sponsoren des Turniers, ohne die es auch in diesem Jahr weder „Tennis, Talk noch Tafelfreuden“ gegeben hätte.




















